Archiv der Kategorie Bücher

Bewerbungsgespräche: häufig Suggestionen, Verzerrungen, Verwechslungen

Personaler führen ihre Bewerbergespräche häufig mangelhaft, kritisiert Professor Dr. Karl Westhoff (Technische Universität Dresden). Beispiel: Viele Interviewer wollen ihre Gesprächspartner schnell auf den Punkt kommen lassen und stellen daher Suggestivfragen. Dieses Risiko “wird vielfach unterschätzt, da die Suggestion so subtil sein kann, dass der Fragende sie nicht bemerkt, der Interviewte aber sehr wohl darauf reagiert. Wird gar eine Reihe von Suggestivfragen verwendet, so kann dies das ganze Gespräch verzerren.” In seinem Handbuch “Das Entscheidungsorientierte Gespräch” beschreibt der Diagnostik-Spezialist konkret und en detail die optimale Führung eines professionellen Eignungsinterviews. Westhoff macht bewusst, wie Suggestivfragen die “erwünschte” Antwort erkennen lassen:- “Passende” Informationen werden vorausgeschickt- Aus der Formulierung lässt sich die Bewertung des erfragten Verhaltens entnehmen- Es wird eine Voraussetzung unterstellt, die möglich, aber nicht sicher ist- Antwortalternativen werden unvollständig aufgezählt- Bei vollständigen Antwortalternativen oder bei Ja- Nein- Antworten liegt eine der Antworten für den Interviewten näher- Füllwörter wie z.B. “sicher” können beiläufige Hinweise geben Westhoff empfiehlt für das Bewerbergespräch überwiegend offene Fragen. Sie sind nicht ungenau oder vage; sie können so formuliert werden, dass Interviewte sehr genau wissen, worüber sie erzählen sollen; nur die Art, wie sie berichten, wird durch die Frageform nicht festgelegt. Interviewte bevorzugen meist offene Fragen, um ihre Antwort frei gestalten zu können.  Im Wesentlichen hat das ergebnisorientierte Gespräch zum Ziel, den Kandidaten authentisch über Verhaltensweisen und Ereignisse aus der Vergangenheit berichten zu lassen, um daraus Rückschlüsse auf künftiges Verhalten zu ziehen.  Westhoff warnt vor Fragen, die mit “warum”, “wieso” beginnen. “Solche Fragen richten sich nicht auf Verhalten und Erleben, sondern verlangen vom Interviewten, Kausalattributionen zu äußern. Solche Ursachenzuschreibungen sind jedoch keine Berichte über Verhalten, somit geben sie keine Auskunft über die verhaltensleitenden Bedingungen in bestimmten Situationen, sondern nur über später erdachte Erklärungen für das relevante Verhalten. Solche Kausalattributionen werden häufig, auch von Interviewern, mit den motivationalen Bedingungen für ein Verhalten verwechselt …”    Karl Westhoff (Hrsg.): Das Entscheidungsorientierte Gespräch (EOG) als Eignungsinterview. Pabst, Lengerich/Berlin, 156 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-89967-550-4

Biographische Diagnostik: aussagefähig, anspruchsvoll und sträflich vernachlässigt

Biographische Diagnostik eröffnet in allen Bereichen der angewandten Psychologie reichhaltige Einsichtsmöglichkeiten, die in der realen Praxis nur selten genutzt werden. Gerd Jüttemann (Berlin) legt einen Aufsatzband vor, in dem 37 AutorInnen aus ihrer jeweiligen Subdisziplin die Potenziale der Biographischen Diagnostik reflektieren und konkretisieren.

Pia Neiwert, Schülerin des deutsch-amerikanischen Psychologen Otto Laske, postuliert in ihrem Beitrag zur Personalbeurteilung: “Kompetent zu sein ist nicht genug. Auf die Entwicklung kommt es an.” Die Diagnostikerin achtet darauf, welchen Reifegrad ein Erwachsener erreicht hat. Grob skizziert - sieht Neiwert drei Phasen, die Menschen früher oder später durchlaufen:

- Denken: Zunächst entwickelt sich logisches Denken, daraus resultieren Ansätze dialektischen Denkens, und schließlich bilden sich logisches wie dialektisches Denken voll aus.

- Wissen: Zunächst scheint Wissen absolut, klar und peergroup- bzw. autoritätsbezogen; allmählich wächst die Erfahrung, dass Wissen unsicher bleibt, relativ und kontextbezogen; schließlich wird Wissen aktiv konstruiert, relativiert, kontextbezogen betrachtet - und bleibt offen für neue Einschätzungen.

- Entscheiden: Zunächst orientieren sich Entscheidungen relativ klar an Fakten und an Meinungen der Peergroup bzw. der Experten; später fließen zusätzlich eigene, persönliche Einschätzungen mit ein; in der dritten Phase wird die Entscheidungsfindung komplexer und eher systemisch, weil Alternativen und potentielle Gegenargumente mit einbezogen werden.

Neiwert: “Sowohl der sozial-emotionale als auch der kognitive Entwicklungsstand können mit einem qualitativen halbstrukturierten Interview bestimmt werden.” Hier “wird beleuchtet, wie eine Person sich im Alltag und im Berufsleben Bedeutung erschließt und bis zu welchem Grad sie in der Lage ist, eine Theorie von sich und den sozialen Beziehungen zu entwickeln … In der Auswertung wird zunächst der Entwicklungsschwerpunkt ermittelt. In einem zweiten Schritt werden a) Aussagen dazu getroffen, wie groß die Tendenz ist, in schwierigen Situationen in frühere Entwicklungsphasen zurückzufallen, und b) welches Entwicklungspotenzial sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt zeigt.

Geht es darum, den richtigen Mitarbeiter für eine Führungsposition zu finden, lassen der kognitive Fluiditätsgrad sowie der sozial-emotionale Entwicklungsstand Aufschluss darüber zu, welchen Komplexitätsanforderungen ein Mensch momentan gewachsen ist …”

Gerd Jüttemann hebt hervor: “Eine Entwicklung eines Menschen zu diagnostizieren, geschieht einerseits auf dem Weg, Messungen durchzuführen. Das setzt aber in der Regel einen linear verlaufenden Veränderungsprozess voraus. Inhaltliche und strukturelle Entwicklungen sind demgegenüber nicht messbar. Sie müssen qualitativ-intuitiv erfasst werden und repräsentieren zugleich eine besonders anspruchsvolle Form von Diagnostik … Es gilt, diesen Zugang zum Gegenstand der Psychologie stärker als bisher zu beachten - möglicherweise sogar mit der Aussicht, Erkenntnisquellen aufzuspüren, die noch gar nicht entdeckt worden sind …”

Gerd Jüttemann (Hrsg.): Biographische Diagnostik. Pabst, Lengerich/Berlin 2011, 324 Seiten, ISBN 978-3-89967-719-5

Quelle: Pabst Science Publishers

Hoppmann-Modell: Demokratische Beteiligung und soziale Gerechtigkeit im Betrieb führen zum wirtschaftlichen Erfolg

Mitbestimmung und Gewinnbeteiligung der Arbeitnehmer können ein Unternehmen attraktiv machen - für Beschäftigte, Kooperationspartner und Kunden. Profitabilität und Krisenfestigkeit steigen. Wissenschaftler belegen dies in Studien anhand des Autohauses Hoppmann (im westfälischen Siegerland). Das Unternehmen wird in diesem Jahr 75 Jahre alt, wächst und erfreut sich der überdurchschnittlichen Eigenkapitalquote von mehr als 60%.

Den Grundstein für das Modell legte der Eigentümer vor 50 Jahren, indem er die Firma in eine Stiftung einbrachte. Die Beschäftigten nutzen einen hohen Grad an Mitbestimmungsmöglichkeiten. Aus dem Gewinn bleiben 6% des Kapitals im Unternehmen, um die Substanz und die Unabhängigkeit gegenüber Banken - zu sichern. Weitere Gewinne werden je zur Hälfte an die Stiftung und die Belegschaft gezahlt.

Hauptkritikpunkte gegenüber derartigen Modellen sind in der betriebswirtschaftlichen Debatte:

  - Tendenz zur Unterinvestition

  - fehlendes externes Kapital

  - Risikoaversion

  - vermindertes Arbeitsengagement

  - Blockierung von Entscheidungen durch Pattsituationen

Prof. Dr. Hartmut Wächter hat in einer empirischen Studie das Unternehmen auf diese Fragestellungen hin untersucht und kommt zu den Befunden:

- Gegen die Gefahr der Unterinvestition wirkt die Art der Gewinnverwendung mit Vorabverzinsung für das betriebsnotwendige Kapital.

- Durch die hohe Kapitalakkumulation ist derzeit eine Abhängigkeit von externem Kapital kein Thema. Wenn Kapital keinen Preis hat, besteht allerdings die Gefahr, dass ineffiziente Investitionen stattfinden.

 

- Risikoaversion ist bei Arbeitnehmern spürbar. Für innovative Entscheidungen - z.B. die Übernahme von regionalen Konkurrenten - ist große Überzeugungsarbeit des Geschäftsführers vonnöten.

- Bei Hoppmann sind Arbeitsdisziplin und Arbeitsmoral hoch. Dafür scheint die zeitnahe Rückmeldung des ökonomischen Erfolgs im Rahmen der Erfolgsbeteiligung ein wichtiges Instrument; es scheint, dass weniger die Höhe der Gewinnbeteiligung eine Rolle spielt, als vielmehr die Überzeugung, bei der Berechnung nicht übervorteilt zu werden. Außerdem hat der heftig umkämpfte Markt der Neu- und Gebrauchtwagen eine disziplinierende Wirkung.

- Die Parität zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten im (entscheidenden) Wirtschaftsausschuss könnte zu unlösbaren Konflikten führen oder Entscheidungen hinauszögern. Beide Phänomene sind bisher nicht aufgetreten, berichtet Professor Wächter.

Professor Dr. Eberhard Ulich sieht in dem Modell eine Grunderkenntnis der Arbeitspsychologie bestätigt: “Von der organisationalen Demokratie führt ein klarer Weg über die prozedurale Gerechtigkeit und soziomoralische Atmosphäre zum affektiven Commitment.” Einen Widerspruch gegenüber derartigen, mehrfach belegten Erkenntnissen kann Ulich nur als interessengeleitet klassifizieren.

Wächter zitiert einen Bankdirektor, der auf das Modell eines wirtschaftsdemokratischen, Banken-unabhängigen Unternehmens empört reagierte: “… Oh, the monkeys are going to run the zoo?”

Beiträge in: Wolfgang Belitz (Hrsg.) Hoppmann - Mit demokratischer Beteiligung und sozialer Gerechtigkeit zum wirtschaftlichen Erfolg. Pabst, Lengerich/Berlin 2011, 356 Seiten, ISBN 978-3-89967-715-7

Gesundheitsmanagement als Führungsaufgabe: Sicherheit & Selbstbestimmung stärken Psyche

Immer häufiger streikt bei Arbeitnehmern die Psyche und nötigt zur Minderleistung, zur Krankmeldung oder Frühverrentung. Die Ursachen mögen teils von den Betroffenen selbst zu verantworten sein - zu einem wesentlichem Teil jedoch von Vorgesetzten. Der Arzt und Psychologe Prof. Dr. Michael Kastner (Dortmund) pointiert: “Führungskräfte müssen begreifen, dass der Mensch keine triviale Maschine mit festen Input- Output- Relationen ist, und sie müssen wissen, wovon Gesundheit als Prozess mit Höhen und Tiefen abhängt.” In einem aktuellen Handbuch “Leistungs- und Gesundheitsmanagement” fassen Kastner und Kollegen das notwendige Wissen zusammen. Drei wesentliche Faktoren im Kompetenzbereich der Vorgesetzten begünstigen die Gesundheit der Belegschaft:- möglichst klare, transparente Verhältnisse und Sicherheit am Arbeitsplatz- möglichst selbstbestimmtes Handeln, eigener Verantwortungsbereich- zufriedenstellende Arbeitszeit-Regelung Kastner und Kollegen beschreiben zahlreiche Möglichkeiten der Vorgesetzten, zum Gesundheitsschutz ihrer MitarbeiterInnen beizutragen - und damit gleichzeitig Stabilität wie Dynamik des Unternehmens zu subventionieren. Führungskräfte sollten “auch ein gewisses ´nachsichtiges´ Verständnis dafür entwickeln, dass die meisten Menschen nicht an Veränderungen interessiert sind, solange es ihnen subjektiv gut geht. Die permanenten Aufforderungen im Change Management ´wer sich nicht verändert, wird verändert´ erzeugen Reaktanzen, Widerstände und Konflikte.  Wer selbst als erfolgreiche Führungskraft von der Veränderungsnotwendigkeit überzeugt ist, selbst von jung-dynamischen Führungskräften umgeben ist, hat oft wenig Verständnis für Menschen, die ´ihren Job abreißen´, an einer lustvollen Freizeit stärker interessiert sind und u.a. kraft mangelnder Zukunftsperspektiven auch nicht unbedingt die Disziplin zum Jogging und zur asketischen Ernährung aufbringen …” Kastner geht davon aus, “dass die Fehlzeiten aufgrund psychischer Beeinträchtigungen seit 1995 um 80% gestiegen und mittlerweile der häufigste Grund für Frühverrentungen sind.” Damit rückt das Gesundheitsmanagement in das Zentrum der Führungsaufgaben.  

Quelle: Michael Kastner: Leistungs- und Gesundheitsmanagement. Psychische Belastung und Altern, inhaltliche und ökonomische Evaluation. Pabst, Lengerich/Berlin, 368 Seiten, ISBN 978-3-89967-657-0

Das entscheidungsorientierte Gespräch: mehr erfahren, tiefer diagnostizieren, verlässlicher prognostizieren

Auch erfahrenen Diagnostikern und Rechercheuren unterlaufen in der Gesprächsführung häufig folgenschwere Fehler. Daher haben Professor Dr. Karl Westhoff und Kollegen (Dresden) die empirisch gesicherten Ergebnisse der Interviewforschung für die tägliche Praxis zusammengestellt; das Hauptziel wirkt nur auf den ersten Blick simpel: Ichbetroffenheit ins Spiel bringen und den Gesprächspartner Episoden anschaulich darstellen lassen.

Westhoff belegt, dass unstrukturierte Interviews den flexibel strukturierten Gesprächsformen klar unterlegen sind: In unstrukturierten Interviews spricht der Interviewer häufig zuviel und erhält dadurch zu wenige Informationen; und emotionale Urteilskomponenten spielen eine größere Rolle, können also das Urteil stärker verfälschen.

 International sind drei strukturierte Gesprächstypen gängig:

- das situative Interview

- das verhaltensbeschreibende Interview

- das multimodale Interview

Westhoff und Kollegen halten sich nicht an die Einschränkungen dieser Techniken, sondern “nutzen alle Ansätze, die sich empirisch als nützlich erwiesen haben. Das Ergebnis ist eine vielseitig anwendbare Technologie, die bei allen psychologisch-diagnostischen Fragestellungen nutzbar ist.

Die Besonderheit dieses entscheidungsorientierten Gesprächs (EOG) liegt in der Möglichkeit zur systematischen Erhebung und Auswertung qualitativer Informationen (Tiefeninterview). Dazu soll der Interviewte sein konkretes Verhalten und Erleben so beschreiben, dass der Interviewer es sich vorstellen kann, als ob er es in einem Film sähe …”

Das Buch der Arbeitsgruppe Westhoff konkretisiert die meisten Beispiele zwar mit Blick auf Bewerber-Auswahl und mündliche Prüfungen. Doch auch Psychotherapeuten und Forensiker profitieren von dem vorgestellten Interview-”Werkzeugkasten”. Die Coautorin Prof. Dr. Marie-Luise Kluck erzielt mit ihren forensischen Gutachten eine überdurchschnittlich hohe Vorhersagegüte.

Karl Westhoff (Hrsg.): Das Entscheidungsorientierte Gespräch (EOG) als Eignungsinterview. Beiträge von: O. Brust, H. Flehmig, C. Hagemeister, M.-L. Kluck, A. Koch, C. Liebert, A. Schurz, M.B. Steinborn, A. Strobel, K. Westhoff. Pabst, Lengerich/Berlin, 156 Seiten Hardcover, ISBN 978-3-89967-550-4

Schlagfertigkeit braucht Symphatie und Humor

Schlagfertigkeit verbinden viele mit Plattmachen und Brüskieren - Gewinnen um jeden Preis eben. Dabei lässt sich mit Humor und Sympathie meist mehr erreichen. Eine positive Grundhaltung, ein gesundes Maß an Biss und eine Portion Humor sind die Zutaten für die neue Schlagfertigkeit - ein Schlagabtausch ohne Verletzte in dem beide Seiten ihr Gesicht wahren. Wer das beherrscht, fühlt sich in Gesprächssituationen souveräner, sicherer und kann sympathisch überzeugen und seinen Standpunkt vertreten. Der Psychologe Valentin Nowotny illustriert in diesem Beitrag, wie Sie ihre innere Grundhaltung trainieren und humorvoll und sympathisch kontern.

Der ganze Artikel: http://www.businessvillage.de/Schlagfertigkeit-braucht-Symphatie-und-Humor/mag-948.html

Artikel zu Schlagfertigkeit - Die zehn Probleme und was Sie dagegen tun können


Schlagfertigkeit - die zehn Probleme
und was Sie dagegen machen
 

(von Valentin Nowotny) 

 

Problem1: Ich traue mich nicht schlagfertig zu sein. 

Problem 2: Mir fällt spontan nichts ein.  

Problem 3: Ich wüsste zwar, was ich sagen könnte, fürchte jedoch die Konsequenzen. 

Problem 4: Ich glaube ich bin nicht der Typ für schlagfertige Antworten.  

Problem 5: Ich meine Konfrontationen und Schlagfertigkeit ist eher etwas für aggressivere Menschen.  

Problem 6: Es gibt tolle, kreative Schlagfertigkeits-Techniken, klar, aber ich bin leider gar nicht kreativ.  

Problem 7: Wenn ich über das Thema Schlagfertigkeit nachdenke, sinkt mein Selbstbewusstsein auf null.  

Problem 8: Ich habe viele gute Ideen, mir fehlt in der Situation jedoch der notwendige Impuls, diese auch auszusprechen.  

Problem 9: Meine Ansprüche sind wohl zu hoch, deswegen gefallen mir auch die ersten Ideen für eine schlagfertige Antwort nicht und ich bleibe passiv.  

Problem 10: Immer wenn ich schlagfertig reagieren sollte, löst dies bei mir Stress aus.  

 

Der komplette Artikel mit allen Antworten zum Download: http://www.futureformat.de/schlagfertigkeit_zehn_antworten.pdf 

 

Diese Kurzfassung als Download: http://www.futureformat.de/schlagfertigkeit_zehn_probleme.pdf 

Berufsbezogene Eignungsbeurteilung: häufig mit untauglichen Testverfahren

In der berufsbezogenen Eignungsbeurteilung werden häufig mangelhafte Testverfahren verwendet. Die Ergebnisse können für den Bewerber wie den Arbeitgeber zu verheerenden Ergebnissen führen. Professor Dr. Klaus Kubinger (Wien) beschreibt ein relativ einfaches Beispiel:

“Weithin bekannt sind Aufgaben zum räumlichen Vorstellungsvermögen, wovon einzelne jedoch allein durch schlussfolgerndes Denken zu lösen sind. So kann es passieren, dass Personen mit schlechter Raumvorstellung bei manchen Aufgaben im Gegensatz zu den meisten anderen ungerechtfertigt zu einer Lösung kommen, allein deshalb, weil diese Aufgaben auch durch Logik zu lösen sind.

Solche Tests gehen an der Idee einer eindimensionalen Messung vorbei und sind daher unbrauchbar - abgesehen davon, dass sie gegenüber etlichen Personen unfair sind.”

Kubinger fordert, dass diagnostische Verfahren nur eingesetzt werden, “wenn belegt ist, dass die einschlägigen Gütekriterien erfüllt sind. Es genügt also nicht nur, dass im Handbuch irgendwelche Angaben zu Gütekriterien gemacht werden, sondern diese müssen auch in definierter Weise erfüllt und empirisch belegt sein. Die DIN33430 legt fest, was genau ´in definierter Weise´ heißt. Dabei geht es fallspezifisch darum, dass die Verfahren ´nachweislich einen Bezug zu den Anforderungen´hat.

Entscheidend sind die Gütekriterien: Objektivität, Messgenauigkeit (Reliabilität), Übereinstimmung zwischen Messabsicht und tatsächlich gemessener Eigenschaft (Validität), Gültigkeit der Eichung, Ökonomie, Nützlichkeit, Fairness, Zumutbarkeit, Angemessenheit der Punktvergabe (Skalierung) und Unverfälschbarkeit.”

Westhoff, Hagemeister, Kersting, Kubinger, Lang, Moosbrugger, Reimann, Stemmler: Grundwissen für die berufsbezogene Eignungsbeurteilung nach DIN 33430, 3. überarbeitete Auflage 2010.
Pabst, Lengerich/Berlin, 280 Seiten ISBN 978-3-89967-561-0

Schlagfertigkeit - die zehn Probleme und was Sie dagegen machen

Und da war es wieder: „Ach hätte ich nur gesagt …“ denn im Nachhinein hat man sie dann parat – die schlagfertigen Antworten. Und weil es wieder nicht geklappt hat, nimmt man es einfach hin. Gründe gibt es ja genug. Genau genommen sind es zehn Probleme die uns hindern schlagfertige Antworten zu geben. Schüchternheit, vermutete Kreativitätslosigkeit oder ein übertriebener Selbstanspruch – um nur einige zu nennen – bremsen uns Schlagfertig zu reagieren. Schauen wir uns an, was genau dahinter steckt.

Der ganze Artikel: http://www.businessvillage.de/Schlagfertigkeit-die-zehn-Probleme-und-was-Sie-dagegen-machen/mag-865.html

Wenn das Einkommen wächst, werden Menschen nicht zufriedener

Zwischen 1970 und 2000 hat sich das reale Pro-Kopf-Einkommen in Deutschland etwa verdoppelt. Doch das Niveau der Lebenszufriedenheit blieb etwa unverändert, analysieren Prof. Dr. Dr. Bruno S. Frey (Zürich) und Prof. Dr. Alois Stutzer (Basel). Die Wissenschaftler sehen v.a. zwei Gründe:

  • “Zusätzliche materielle Güter und Dienstleistungen verschaffen anfangs ein Mehr an Freude, doch das ist üblicherweise nur vorübergehend der Fall. Höheres Wohlbefinden aufgrund materieller Dinge nutzt sich ab. Zufriedenheit schwindet mit dauerhaftem Konsum. Dieser Prozess hedonistischer Adaption lässt die Menschen immer höhere Ansprüche stellen.” 
  • “Zweitens kommt es zu sozialen Vergleichen mit anderen Menschen. Nicht das absolute Einkommensniveau ist entscheidend, sondern vielmehr die eigene Position im Verhältnis zu anderen Positionen.”

Die Wissenschaftler analysieren, “dass höhere Einkommenswünsche die Lebenszufriedenheit der Menschen verringern. In der Schweiz und in den neuen Bundesländern in Deutschland ist der negative Effekt eines gesteigerten Anspruchsniveaus auf das Wohlbefinden absolut gesehen ähnlich groß wie der positive Effekt eines gleich großen Einkommenszuwachses.”

B.S. Frey & A. Stutzer: Glück - die ökonomische Analyse
in Witte, Gollan (Hrsg.) Sozialpsychologie und Ökonomie
Pabst, Lengerich/Berlin, 256 Seiten, ISBN 978-3-89967-613-6

Petia Genkova: “Nicht nur die Liebe zählt …”
Lebenszufriedenheit und kultureller Kontext

Pabst, Lengerich/Berlin, 520 Seiten, ISBN 978-3-89967-534-4

PR-Doktor liest “Die neue Schlagfertigkeit”: Dr. Kerstin Hoffmann ist begeistert!

… Bisher dachte ich, dass nur eines geht: Wertschätzend oder schlagfertig. Valentin Nowotny hat mich bekehrt und mir gezeigt, in welche Richtung ich wirklich schauen muss. Denn sprachliche Reaktionsschnelligkeit aus einer liebevollen Haltung heraus, aus Verbindung statt aus Opposition, das ist die hohe Kunst. Das aber hatte ich bisher nie unter dem Punkt Schlagfertigkeit verbucht…

Die ganze Rezension von PR-Doktor Dr. Kerstin Hoffmann   Premium-Mitglied   Gruppenmoderator
: http://www.kerstin-hoffmann.de/liest/2010/06/25/valentin-nowotny-die-neue-schlagfertigkeit/

Blick in Buch “Die neue Schlagfertigkeit”

Wer kauft schon gern die Katze im Sack? “Die neue Schlagfertigkeit” von Valentin Nowotny jetzt mit Blick ins Buch: http://j2j.de/9ZgtZP

Heute im Hamburger Abendblatt als Buch der Woche in Beruf & Erfolg “Die neue Schlagfertigkeit” von Valentin Nowotny

Inhalt: +++++

Schlagfertigkeit gehört wohl zu den Fähigkeiten, die sich ein jeder wünscht. Der Autor Valentin Nowotny, im Hauptberuf Berater und Coach in Hamburg, ist der Meinung, Schlagfertigkeit könne man lernen. Dazu entfaltet dieses Trainingsbuch in acht Kapiteln die Prinzipien der sogenannten neuen Schlagfertigkeit. Sie handeln zum Beispiel vom Ausbau und der Wahrung der eigenen Integrität, dem Wechselspiel von Sprache und Gedanken und von der Klarheit in Bezug auf Rollen und Haltungen. Jedes Kapitel beginnt mit einer speziellen Einführung, stellt dann Beispiele aus Politik, Wirtschaft, Medien und anderen Bereichen vor, die demonstrieren, wie angewandte Schlagfertigkeit im Idealfall aussieht. Abschließend gibt es noch einmal eine zusammenfassende Erklärung und einen Übungsteil. Eine gelungene Zusammenstellung.

Die ganze Buchbesprechung:

http://www.abendblatt.de/wirtschaft/karriere/article1527641/Die-neue-Schlagfertigkeit.html

Führender Experte für persönliche Souveränität Stéphane Etrillard empfiehlt “Die neue Schlagfertigkeit” von V. Nowotny

Bereits 1996 hat sich Stéphane Etrillard mit dem Thema Schlagfertigkeit und Rhetorik befasst. Zu dem Zeitpunkt hat er eine Ausbildung in dem damals führenden Institut für Schlagfertigkeit und Rhetorik in der Nähe von Köln gemacht und danach fast 6 Jahre für dieses Institut Schlagfertigkeitsseminare durchgeführt. Mehrere Jahre hat er auch Seminare zu dem Thema GEKONNT GEKONTERT gegeben und 2004 erschien sein gleichnamiges Buch bei Hoffmann und Kampe. Stéphane Etrillard beobacht daher immer wieder gerne den Ratgebermarkt zum Thema Schlagfertigkeit und ist gespannt auf neue Publikationen. Heute möchte er Ihnen ein Buch zu diesem Thema empfehlen, das die Brücke schlägt von der alten Schlagfertigkeit zur neuen Schlagfertigkeit. Wer nach Techniken sucht, wird in diesem Buch fündig werden.

Was Sie von Obama, Merkel, Klitschko & Co. lernen können

Ist Ihnen wieder die Luft weggeblieben oder eine angemessene Antwort zu spät eingefallen? Ganz gleich ob gemeine Frage oder verbaler Angriff – mit einer vorbildlichen und nachahmenswerten Schlagfertigkeit meistern Sie auch solche Situationen souverän und selbstsicher.

Und diese Schlagfertigkeit lässt sich lernen. Der Psychologe und Medienwissenschaftler Valentin Nowotny analysiert die zentralen Prinzipien der modernen Schlagfertigkeit. Anhand wissenschaftlich begründeter Erkenntnisse und umfangreicher Medienauswertungen zeigt er das Wesen moderner Schlagfertigkeit an Beispielen von Personen des öffentlichen Lebens.

Dieses Trainingsbuch vermittelt Ihnen, wie sich diese Prinzipien der neuen Schlagfertigkeit in vielfältiger Weise praktisch im täglichen Leben anwenden lassen. Mit unterhaltsamen und amüsanten Beispielen aus Politik, Wirtschaft, Unterhaltung und Sport illustriert der Autor die neue Schlagfertigkeit. Vor allem aber stärkt er die Fähigkeit, schlagfertig zu reagieren und den persönlichen Stil in Sachen Schlagfertigkeit zu kultivieren und zu verbessern.

Der ganze Blog von Stéphane Etrillard:
http://etrillard.wordpress.com/2010/05/11/neue-schlagfertigkeit-schlagfertigkeitstraining/

Die neue Schlagfertigkeit - Das Prinzip Eloquenz

Lässt sich der Nutzen von Bildung messen — gesellschaftlich und individuell - und wenn ja, wie? Und was hat man schließlich davon? Je mehr Sie wissen, desto geschickter werden Sie, wenn es darum geht, das den Degen gegen das Florett einzutauschen. Der Dipl. Psychologe Valentin Nowotny zeigt Ihnen acht Prinzipien der neuen Schlagfertigkeit, mit denen Sie schnell, überraschend und sympathisch zum Ziel kommen. Heute: Das Prinzip Eloquenz.

» Jetzt lesen!

http://www.businessvillage.de/Die-neue-Schlagfertigkeit-Das-Prinzip-Eloquenz/mag-780.html

Motivation im Betrieb - Ein Standardwerk zum menschlichen Verhalten und Erleben

S T A N D A R D W E R K   D E R  W I R T S C H A F T S P S Y C H O L O G I E 

Warum arbeiten wir? Dreht sich alles ums Geld? Welche Motive bestimmen unser Verhältnis zur beruflichen Arbeit? Die Antworten erhalten Sie in dem neu erschienenen, unentbehrlichen und erweiterten Standardwerk der Wirtschaftspsychologie.

Den Rest des Eintrags lesen »

Amazon-Liste “Auslese Coaching”

A U S L E S E   C O A C H I N G  

Amazon-Liste “Auslese Coaching” mit den wichtigsten Coaching Büchern der letzten Jahre wie Praxiswissen Coaching, Unter vier Augen, Methoden-ABC u.a.

L I N K

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Amazon-Bestseller “Die neue Schlagfertigkeit”

B E S T S E L L E R   S C H L A G F E R T I G K E I T

Unter den Top 5 der Bestseller im Bereich Schlagfertigkeit: http://www.amazon.de/gp/bestsellers/books/536330

B E S T S E L L E R   R H E T O R I K

Unter den Top 10 der Bestseller im Bereich Rhetorik: http://www.amazon.de/gp/bestsellers/books/3820971

Emotionale Bilanz von Geben und Nehmen häufig im Ungleichgewicht

P S Y C H O S O Z I A L E   F E H L B E A N S P R U C H U N G 

In der modernen interaktiven Erwerbsarbeit ist das Verhältnis zwischen Dienstleister und Klient fast immer fragil - und oft im Ungleichgewicht. Daraus resultiert eine Dynamik, die die gesamte Lebensqualität wesentlich beeinflussen kann. Prof. Dr. Winfried Hacker (TU Dresden) legt das erste Lehrbuch zum Thema vor.

Das Erleben und Verarbeiten interaktionsbedingter Emotionalität kann belasten - oder auch bereichern, gelegentlich beides gleichzeitig. Hacker nennt ein alltägliches Beispiel: “Einer mürrischen Kundin wird regelkonform freundlich und lächelnd erwidert; ein gelingendes Umstimmen wird freudig als professioneller bzw. mitmenschlicher Erfolg erlebt.”

Eine “spezifische psychosoziale Fehlbeanspruchung” beschreibt Hacker in der fehlenden Reziprozität; er postuliert dabei kein Machtgleichgewicht zwischen Dienstleister und Klient, z.B. zwischen Lehrer und Schüler; auch das Verhältnis zwischen Leistung und wirtschaftlichem Ertrag steht dabei kaum im Vordergrund, sondern der emotional-geistige Einsatz, dem das komplementäre Gegenüber fehlt. Daher ist das Belastungsrisiko bei interaktiver Arbeit besonders hoch.

G E B E N   U N D   N E H M E N   I M   U N G L E I C H G E W I C H T

“Beanspruchungen und Belastungen in Humandienstleistungen entstehen an den Schnittstellen Dienstleister-Klient sowie Dienstleister-Organisation und sind multidimensionaler Art”, schreibt Hacker.
“In der Bilanz von Geben und Nehmen können Ungleichgewichte entstehen:

  • Dem Geben von Hilfe und Fürsorge kann ein zu geringer oder fehlender Rückfluss an Dank oder Zuwendung gegenüberstehen. Als Folge kann langfristig eine körperliche und psychische, auch emotionale Erschöpfung auftreten, die u.U. mit einer Abwendung oder im Extremfall einer Aversion verbunden ist.
  • Dem aufopfernden Arbeiten für eine Organisation kann eine als unzureichend erlebte Unterstützung und Einflussmöglichkeit gegenüberstehen. Die Folge ist ein Rückzug aus dem Engagement …”

Einer großen Zahl potentiell belastender Faktoren steht eine ebenso große Zahl von - teils organisatorischen, teils interaktiven - Entlastungschancen gegenüber. Hacker beschreibt detailliert die Probleme sowie die häufig ungenutzten Lösungsmöglichkeiten.

W E I T E R G E H E N D E   I N F O R M A T I O N E N  

Winfried Hacker (2009). Arbeitsgegenstand Mensch: Psychologie dialogisch-interaktiver Erwerbsarbeit.
Pabst, Lengerich/Berlin , 344 Seiten, ISBN 978-3-89967-560-3

E T A B L I E R E N   V O N   C O A C H I N G = K U L T U R E N

MCP Management-Coach-Programm: Die andere Coaching-Ausbildung - Speziell für Führungskräfte und Personaler http://www.Management-Coach-Programm.de

Dem leben Richtung geben - Warum Lebensplanung sinnvoll ist?

T H E O R I E = R I E S E N   U N D   U M S E T Z U N G S = Z W E R G E

Die meisten Menschen sind “Theorie-Riesen” und “Umsetzungs-Zwerge”, so lautet eine der Ausgangsthesen dieses Buches. Insbesondere was die Planung des eigenen Lebens betrifft. Daher gehen die Autoren auch ganz pragmatisch an dieses Thema heran. In zahlreichen “Workshops” kann der Leser sich Klarheit darüber verschaffen, was er oder sie wirklich in seinem Leben erreichen möchte.

P L A N U N G   I N   S I E B E N = J A H R E S S C H R I T T E N

Perioden von sieben Jahren ergänzen die verbreitete Tages-, Wochen, Monats- und Jahresplanung. Warum sieben Jahre? Die Schrittfolge 7, 14, 21, 28, 35, 42, 49, 56, 63, 70, 82, 89 usf. ist durchaus plausibel. Mit 42 Jahren befinden sich viele Menschen in der sogenannten “Midlife-Crisis”. Ging es vorher vornehmlich um die Karriere (”Wie komme ich weiter?”), stellt sich zu diesem Zeitpunkt häufig eine etwas anders konturierte Frage (”Wo möchte ich überhaupt hin?”). Die Frage nach der eigenen Motivation wird in diesem Buch sehr intensiv diskutiert. In regelmäßig angesetzten “Dreamdays” ermuntern die Autoren dazu, regelmäßig für einen Tag auszusteigen, und nach dem wirklich wert-vollen zu suchen. Nur so lassen sich wichtiges von dringlichen nachhaltig unterscheiden, da sonst nicht klar sein, was uns den eigenen Lebenszielen näherbringt, also wichtig ist.

S T R E B E N   N A C H   E R F O L G   V S .  S T R E B E N   N A C H   S I N N E R F Ü L L U N G

Betrachtet man das eigene Leben in zwei Lebenshälfte, so ist auffällig, dass das Streben nach Erflog in der zweiten Lebenshälfte langsam  von einem Streben nach Sinnerfüllung abgelöst wird. Beim einen früher, bei anderen später, häufig jedoch unausweichlich. Diese Erkenntnis macht klar, wie sich auch Wertigkeiten verschieben: von Kompetenzaufbau, Aktionsorientierung und Effizienzgesichtspunkten (”die Dinge richtig tun”) hin zu Fragen der Bedeutung bzw. Bedeutsamkeit, einer Sinnsuche hinter den Zielen und Fragen der Effektivität (”die richtigen Dinge tun”).

W A S   B R A U C H E   I C H   U M   W E I T E R H I N   M O T I V I E R T   Z U   S E I N ?

Für manchen Menschen ist es ausreichend mit einem Buch, wie z.B. dem hier besprochenen Titel “Dem Leben eine Richtung geben” einen Impuls zu bekommen und anhand der hier vorgesellten Anleitung ihr Leben zu hinterfragen und zentrale Stellschrauben so neu auszurichten. Andere, insbesondere auch Führungskräfte mit einem begrenzten Zeitbudget, fühlen sich wohler damit, dies in einem Trainingszusammenhang zu tun und die eigene Lebensplanung im Beisein von unterstützenden Trainern neu zu ordnen und auszurichten, da so eine stärkere Fokussierung und auch Verbindlichkeit für jeden einzelnen entsteht. So oder so, ohne eine solide Überprüfung von Wünschen, Zielen, einem persönlichen Leitbild und einem aktuellen Mission Statement, wird es schwierig einen eigenen Masterplan aufzusetzen und die Energie für die Umsetzung aufzubringen. Jeder Mensch wird als Original geboren, viele sterben als Kopie. Das wird Ihnen nicht passieren, wenn Sie sich frühzeitig darum kümmern, ihrem Leben eine Richtung zu geben.

W E I T E R G E H E N D E   I N F O R M A T I O N E N

  • Knoblauch, J. W.; Hüger, J. & Mockler, M. (2009). Dem Leben Richtung geben. In drei Schritten zu einer selbstbestimmen Zukunft. München: Wilhelm Heyne Verlag
  • Trainings-Modul: “Lebensplanung: Perspektiven entwickeln und Gestaltungskraft entfalten!” http://lebensplanung.futureformat.de

Die Vorteile vielgestaltiger Arbeitsaufgaben

P R O D U K T I V I T Ä T S W A C H S T U M   D U R C H   A R B E I T S M O T I V A T I O N

Verkürzungen der Arbeitszeit stehen nicht mehr sinnvoll zur Debatte. Immer relevanter wird “eine Steigerung des Lebenswertes der Arbeit, um sie menschenwürdiger zu machen. Unternehmen legen inzwischen Wert darauf, die Arbeitsaufgaben reich, weit und vielgestaltig zu strukturieren, damit die persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten zur vollen Entfaltung gebracht werden,” resümieren Professor Dr. Uwe Kleinbeck und Trudi Kleinbeck (Bochum) aktuelle Entwicklungstendenzen. Die Autoren beschreiben in ihrem neuen Lehrbuch “Arbeitsmotivation” wissenschaftlich fundierte und praxiserprobte Konzepte.

“Man hat erkannt, dass vor allem über eine Steigerung der Arbeitsmotivation das dringend benötigte Produktivitätswachstum erreicht und auf Dauer gesichert werden kann.”

B A S I S   F Ü R   K O O R D I N I E R T E   Z I E L V E R E I N B A R U N G E N

Unter anderem stellen die Autoren das “Partizipative Produktivitäts-Managementsystem” detailliert vor:

Es “bietet Unternehmen eine gute Basis für das Führen mit Zielvereinbarungen und die Gestaltung von Entgeltsystemen mit leistungsabhängigen Anteilen. Sein Leistungsmess- und Produktivitäts- Bewertungssystem ermöglicht nicht nur den Vergleich zwischen den Produktivitätswerten einzelner MitarbeiterInnen und Arbeitsgruppen, sondern auch zwischen ganzen Abteilungen - und unterstützt damit koordinierte Zielvereinbarungen.

D E L E G A T I O N  V O N  V E R A N T W O R T U N G   U N D  A B B A U   S O Z I A L E R   D I S T A N Z

Das System erfordert von Führungskräften neben der Delegation von Verantwortung auch den Abbau sozialer Distanz bei der Partizipation der MitarbeiterInnen an Entscheidungsprozessen. Beides ist notwendig, um Zielvereinbarungsgespräche zu führen und negativen Leistungsrückmeldungen den persönlichkeitsbedrohenden Aspekt zu nehmen. Gelingt das, erhöht sich die Arbeitsmotivation der MitarbeiterInnen.

Mit der zusätzlichen Gestaltung variabler, leistungsabhängiger Entgeltanteile schaffen Unternehmen weiteres Motivierungspotential und fördern durch ein Gerechtigkeitserleben die Arbeitszufriedenheit.”

W E I T E R G E H E N D E   I N F O R M A T I O N E N 

Uwe Kleinbeck, Trudi Kleinbeck:
Arbeitsmotivation - Konzepte und Fördermaßnahmen
Pabst, Lengerich/Berlin, 2009, 220 Seiten
ISBN 978-3-89967-575-7

“Gefühlsmanagement: Eigene und fremde Gefühle verstehen, nutzen und steuern” von Kernstock-Redl & Pall

E R N S T H A F T   U N D   A N S P R U C H S V O L L

Unter dem Motto “Hard Facts about Soft Skills” versucht das Buch “Gefühlsmanagement” von Helga Kernstock-Redl & Béa grundlegende Konzepte zur internen Organisation der Gefühle zu vermitteln. Das Geflecht von Ursachen, Auslösern, Emotionen, Ausdruck, Zielen und Folgen wird und deren Bewertungen wird analysiert und daraufhin untersucht, an welcher Stelle das Emotionsmanagement ansetzen kann.

In dem Eingangskapitel findet man so interessante Sätze wie “Gefühlsmanagement ist der KönigInnenweg zu effizienter Ausstrahlung” oder “Ich fühle also bin ich”. In diesem Buch sind dies jedoch keine Platituden, sondern es ist der Einstieg in ein Emotionsmanagement als Basis einer emotionalen und sozialen Intelligenz. Eine Schlüsselthese des Buches lautet: “Kein Mensch kann etwas dafür, wie er sich fühlt, sehr wohl aber dafür wie er damit umgeht.”

Der Umgang mit schwierigen Mitarbeiter- oder Teamgesprächen und die Rolle von Führungskräften bei Konflikten sowie eine Toolbox mit Werkzeugen für die Praxis runden die Betrachtung ab. Insgesamt ein lesenswertes Buch für alle, die sich ernsthaft mit dem Thema Gefühlsmanagement beschäftigen wollen und den Anspruch haben, wirklich auch zu verstehen, was hier im Einzelnen passiert. 

D A S   B U C H

Jede Beziehung, jedes Gespräch wird von Gefühlen gesteuert - im Privaten wie im Beruf. Das Buch bietet leicht verständlich und praxisnah beschrieben Grundlagen für die Analyse von Emotionen. Es beschreibt Strategien zum Umgang mit eigenen Gefühlen und stellt Interventionsmöglichkeiten vor, die zur konstruktiven Konfliktlösung eingesetzt werden können. Alltagstaugliche Tools und Übungen dienen dem eigenen Training und erleichtern die praktische Umsetzung, egal ob eigene Zweifel oder der Druck eines Teams gemanagt werden wollen, ob in der Schule, im Kindergarten, in der Beratung, als Teamleitung oder im Betrieb.

B I B L I O G R A F I S C H E   A N G A B E N

Kernstock-Redl, Helga; Pall, Béa (2009). Gefühlsmanagement. Eigene und fremde Gefühle verstehen, nutzen und steuern: Konstruktiver Umgang mit Emotionen im Beruf, Team und Alltag. Ökotopia Verlag, 144 Seiten, 24,00 Euro 

“Erfolgsfaktor Sinn” von Bernd Vonhoff & Gerald Reischl

S I N N K U L T U R E N   S C H A F F E N  

Ein wichtiges Buch, ein Buch das es so noch nicht gibt. Ein Buch, das die Frage nach dem Sinn stellt, auch und gerade in Unternehmen. Ein Buch, das dazu anregt, ernsthaft über nachhaltige Sinnstrukturen in Unternehmen nachzudenken. Ein Buch, das die Fragen stellt, die sich viele nicht zu stellen fragen. Und ein Buch, welches uns verständlich macht, was Unternehmen anders machen, die ganz vorne liegen. Was können wir aus dem Buch herauslesen? Der Auftrag an jeden Einzelnen, an Führungskräfte und an das Managementteam wird künftig zu einem erheblichen Anteil auch darin bestehen, Sinnkulturen zu schaffen bzw.  Rahmenbedingungen zu kreieren, in der möglichst viel Sinn für Mitarbeiter, Kunden und auch für die Gesellschaft entstehen kann. Das Schaffen von Sinnkulturen wird stärker in den Blickpunkt unternehmerischen Handelns rücken. Für diese nicht ganz einfache Aufgabe wird es in Zukunft auch entsprechende Beratungs- und Trainingsangebote geben, welche die Organisationen bei dieser Aufgabe unterstützen werden.

E R F O L G S F A K T O R   S I N N   

Wenn Sie keine Geldsorgen hätten, würden Sie dann Ihre aktuelle Arbeit kostenlos verrichten? Wenn ja, haben Sie wahrscheinlich genau das gefunden, was für Sie im Leben Sinn macht. Wenn nein, dann ist Ihr Gehalt ein »Schmerzensgeld«. Gesundheit, Glück, Zufriedenheit, Erfolg und Erfüllung im Job stehen auf der Wunschliste vieler Menschen ganz oben. Die Realität sieht leider oft anders aus. Der Sozialwissenschaftler Bernd Vonhoff und der Journalist Gerald Reischl erklären in ihrem Buch die Rahmenbedingungen für sinnvolle Arbeit vom Arbeitsumfeld bis zur Unternehmenskultur. Und sie zeigen, wie jeder Einzelne es schaffen kann, sich zu besinnen, also (wieder) Sinn in seiner Arbeit finden kann.

D I E   A U T O R E N

Bernd Vonhoff, geboren 1959. Sozialwissenschaftler und Geschäftsführer einer Unternehmensberatung in Hamburg. Er analysiert seit über 20 Jahren Mitarbeiterkommunikation sowie Ursachen für Arbeitszufriedenheit in Unternehmen. 
Gerald Reischl, geboren 1965. Studium der Publizistik und Theaterwissenschaft an der Universität Wien. Er ist seit 1992 Ressortleiter des »Kurier«, Hightech-Experte des ORF und Autor zahlreicher Sachbücher, u. a. »Die Google-Falle«.

E C K D A T E N

Vonhoff, Gernd & Reischl, Gerald (2009): Erfolgsfaktor Sinn: Die Entdeckung der Zufriedenheit. Wien: Carl Ueberreuter Verlag GmbH
ISBN-13: 978-3800074440, Preis: 19,90 EURO

Das Buch-Highlight im Herbst 2009: Die neue Schlagfertigkeit

Ob verbaler Angriff oder eine gemeine Frage – da kann es einem schon mal die Sprache verschlagen. Und die passende Antwort hat man meist dann parat, wenn alles gelaufen ist. Doch das muss nicht sein, denn Schlagfertigkeit lässt sich lernen. Der Dipl.-Psychologe Valentin Nowotny zeigt in seinem neuen Trainingsbuch anhand vieler prominenter Beispiele, wie man seine persönliche Schlagfertigkeit kultivieren kann und wie sich dies im täglichen Leben anwenden lässt.

B U C H - T I T E L
Die neue Schlagfertigkeit:
Schnell, überraschend und sympathisch.
Was Sie von Obama, Merkel, Klitschko & Co. lernen können


Autor: Valentin Nowotny
Verlag: BusinessVillage
Umfang: 332 Seiten
ISBN: 3938358971  
Preis: 24,80 Euro

Amazon-Link 

Die neue Schlagfertigkeit ist gestaltend, bewahrt die eigene Integrität, ist gut dosiert und  verzichtet gänzlich auf das Gewinnen um jeden Preis, das Bloßstellen und das Verletzen. Schnell, überraschend und sympathisch übernimmt sie Verantwortung für sich und andere und verfehlt dennoch nicht ihr Ziel.

Der Autor hat mehr als 800 Textpassagen der letzten Jahre aus Presseorganen wie „Die Welt“ und  „Die Zeit“ analysiert, in denen das Wort „Schlagfertigkeit“ bzw. „schlagfertig“ explizit von Journalisten verwendet wurde. Herauskristallisiert haben sich dabei acht Prinzipien der Schlagfertigkeit. Anschaulich und praxisorientiert illustriert Valentin Nowotny diese acht Prinzipien und untermauert sie mit amüsanten Beispielen und Übungen.

Herausgekommen ist vor allem aber ein Trainingsbuch, das die persönliche Fähigkeit stärkt, schlagfertig zu reagieren und einen eigenen erfolgreichen Stil in Sachen Schlagfertigkeit zu entwickeln, so wie es uns die Größen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Medien tagtäglich vormachen.    

W E I T E R E    I N F O S

Hier finden Sie weitergehende Informationen zum Buch “Die neue Schlagfertigkeit”: http://dns.futureformat.de

Berufliche Wünsche hartnäckig verfolgen: Wie Sie Ihre Ziele erreichen!

Z I E L E   E R R E I C H E N 

Um berufliche Ziele erfolgreich erreichen zu können, müssen Sie die folgenden sechs Schritte einhalten:

(1) Die Qualität des eigenen Karrierewunsches überprüfen: Passen die Wüschen zu Ihren Neigungen und Talenten? Sind diese mit Ihren Werten kompatibel?

(2)   Die Bremse im Kopf lösen: Welche unbewussten Ängste beherrschen Sie? Was sind die Schattenseiten Ihres Wunsches?

(3)  Setzen Sie Ihren Wunsch in ein Ziel um: Was möchte ich? Wann möchte ich es? Was muss ich dazu tun? Was brauche ich an Informationen und Unterstützung? Wie bekomme ich diese?

(4)  Von den Besten Lernen: Haben Sie ein Vorbild? Wie haben es andere geschafft? Wenn Sie hier keine Ideen haben, lesen Sie eine (Auto-)Biografie einer erfolgreichen Persönlichkeit!

(5)     Die eigene Fantasie nutzen: Wie wäre es, wenn Sie Ihr Ziel schon erreicht hätten? Wie verhalten Sie sich? Was sagen Sie? Über was sprechen Sie? Wie begegnen Sie Ihrem Chef, Ihren Kollegen?  Mit was beschäftigen Sie sich in Ihrer Freizeit?

(6)   Halten Sie durch: es gibt zwar keine Garantie, aber Sie sollten davon ausgehen, dass  Sie es schaffen können!  Nur dann suchen Sie nach den tausend Möglichkeiten, die selbst verfolgen können, um Ihrem Ziel ein wenig näher zu kommen. Und nur dann klappt es auch!

Q U E L L E

  • „Leben Sie Ihren Wunsch: Berufliche Ziele sollten realistisch und hartnäckig verfolgt werden!“ (Eva Wlodarek, Die Welt, 24. Oktober 2009).
  • “Wunschabholung für Selbstabholer. Wie Ihre Wünsche Wirklichkeit werden” (Eva Wlodarek, Campus Verlag, 2009).

 

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