Das kleine 1×1 des e-Learnings – Teil 2

E-Learning_groß

Gestern haben wir Ihnen bereits wichtige Begriffe des e-Learnings vorgestellt.

Heute geht’s in Runde 2 mit Gamification, Game Based Learning und Serious Games weiter.

Was glauben Sie, wird das e-Learning die konventionellen Methoden in Zukunft ganz ablösen? Oder werden beide Bereiche erst durch den Austausch und die Zusammenarbeit richtig wirksam?

Game Based Learning

Unter Game Based Learning oder Digital Game Based Learning versteht man den Einsatz von Spielen zur Wissensvermittlung. Der Begriff Game Based Learning lässt sich jedoch weniger als bestimmte Spielegattung verstehen, sondern eher als Lernkonzept zu dem man z.B. sowohl Lernspiele für Kinder oder auch der Einsatz von kommerziellen Spielen im Schulunterricht zählen kann. Ein Beispiel ist der Einsatz des Computerspiels Civilisation 3 im Geschichtsunterricht, wie er auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung dargestellt wird.

Serious Games

Serious Games ist ein weiterer Aspekt des vorgestellten Lernkonzepts Game Based Learning. Als Serious Games können in diesem Zusammenhang Lernspiele bezeichnet werden, bei denen die Wissensvermittlung durch maßgeschneiderte Spiele erwirbt. Bei diesen Spielen verbindet sich Spielspaß mit Lernen indem der Spieler auf unterhaltsame Weise Wissen über vorab definierte Bereiche erwirbt. Die Einsatzbereiche von Serious Games sind vielfältig. So finden sie sich ebenso im militärischen, politischen und gesundheitspolitischem Bereich, wie im klassischen Schulbereich oder auch als Simulation in Unternehmen.  Ein Beispiel, wie ein Serious Game im Politikunterricht angewendet werden kann, sehen Sie hier.

Gamification

Vom Bereich des Game Based Learnings und der Serious Games lässt sich das Konzept des Gamifications unterscheiden. Während bei Game Based Learning die Wissensvermittlung – das Lernen – in den Kontext des Spielens eingebettet wird, ist Gamification der umgedrehte Weg. Also die Nutzung von Spielelementen und Techniken des Spieldesigns in einem anderen (Nicht-Spiel-) Kontext um diesen für den Nutzer attraktiver zu gestalten. Wie dieses in der Praxis aussehen kann zeigen folgende Videos:

Video1 und Video2

Ein typisches Element des Gamifications sind z.B. Punkte, die man für bestimmte Aktionen erhält und über die man seinen eigenen Fortschritt mit anderen vergleichen kann oder bestimmte Levels erreichen kann. Durch diese Elemente wird das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert und man erlebt die entsprechende Tätigkeit als befriedigend und Spaß bringend.